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Aktuelles


Foto:
Hintere Reihe: Barbara Holtz, Angelika-Eller Wiedemann, Stefan Schröpfer, Magdalena Schwenk, Brigitte Stadler, Andrea Wolter, Marion Schneider, Daria Ehrmann
Vordere Reihe: Valentin Klaus, Marianne Kipp, Karin Stark
Bildquelle: Norbert Kolz

AWO-Kreisverband Lindau unterstützt erneut Menschen in sozialen Notlagen
Auch in diesem Jahr hat die Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Landkreis Lindau wieder Menschen in schwierigen sozialen Situationen unterstützt. Erstmals wurde die Aktion vollständig unter dem Dach des AWO-Kreisverbandes Lindau durchgeführt, ein Schritt, der die Hilfen künftig noch gezielter und wirksamer machen soll.

Starker Kreisverband – gezielte Hilfe
Zu Beginn des Jahres sind die beiden Ortsvereine Lindau und Lindenberg in den Kreisverband übergegangen. Mit diesem gestärkten Kreisverband kann die AWO im Landkreis Lindau nun noch effektiver dort helfen, wo Unterstützung dringend benötigt wird. Wie bereits in den vergangenen Jahren richtete sich die Hilfe auch 2025 an Menschen, die u.a. über die Familienstützpunkte in Lindau und Lindenberg betreut werden.

Übergabe in Lindenberg
Bei der Übergabe in Lindenberg waren aus Lindau Daria Ehrmann und Karin Stark anwesend. Für den Familienstützpunkt nahmen Magdalena Schwenk und Marianne Kipp die Gutscheine entgegen. Auch Stefan Schröpfer, Leiter des AWO-Kinderhorts Mosaik, zeigte sich dankbar für die Zuwendungen. Gerade im Hortalltag werde deutlich, wie groß die sozialen Herausforderungen vieler Familien seien.

Unterstützung für das Sozialpsychiatrische Zentrum
Eine Einrichtung, die oft im Hintergrund arbeitet, ist das Sozialpsychiatrische Zentrum (SPZ). Bereits seit mehreren Jahren berücksichtigt die AWO auch diese Menschen bei ihrer Unterstützung. Bislang hatte sich Kitty Stollreither dieser Aufgabe angenommen. Als AWO-Vorstandsmitglied und engagiertes Mitglied im VdK war ihr die Not vieler Betroffener bestens bekannt. Ihr überraschender Tod in diesem Jahr war auch für die AWO ein schmerzlicher Verlust. Die Aufgabe hat nun der Vorstand übernommen. In diesem Rahmen konnte Marion Schneider Lebensmittelgutscheine für das SPZ entgegennehmen.

Jugendsozialarbeit an Schulen im Blick
Auch Schulen gehören zum Kreis der unterstützten Einrichtungen. In Lindau und Lindenberg übernimmt die Jugendsozialarbeit der AWO eine wichtige Rolle, indem sie sich um vielfältige soziale Herausforderungen und Unterstützungsbedarfe junger Menschen kümmert. Stellvertretend für diesen Bereich nahm Valentin Klaus am Übergabetreffen teil.

Lebensmittelgutscheine statt Bargeld
Aktuell gibt es bei der Unterstützung noch zwei unterschiedliche Vorgehensweisen: In Lindenberg werden Lebensmittelgutscheine von EDEKA Aumann ausgegeben, in Lindau bislang noch Bargeld. EDEKA Aumann war der einzige Lebensmittelanbieter, der die Aktion des AWO-Kreisverbandes Lindau unterstützt hat. Besonderheit der Gutscheine ist die klare Zweckbindung: Sie gelten ausschließlich für Lebensmittel, Alkohol und Zigaretten sind ausgeschlossen.
In Lindau soll Bargeld in diesem Jahr letztmalig ausgegeben werden. Der Kreisverband ist derzeit auf der Suche nach einem geeigneten Partner für eine einheitliche Gutscheinlösung.

Klare Haltung des Vorstands
Kreisvorsitzender Norbert Kolz betonte die Bedeutung dieser Unterstützungsform. Die Beschränkung auf Lebensmittel und der Ausschluss von Alkohol und Zigaretten seien der richtige Weg. Die Erfahrung der vergangenen Jahre habe gezeigt, dass finanzielle Hilfen nicht immer zweckentsprechend eingesetzt würden. In dieser Haltung weiß sich Kolz vom gesamten Vorstand unterstützt.

Mehr als 3.500 Euro für Bedürftige
Am Ende des Jahres werden mit der Aktion mehr als 3.500 Euro an bedürftige Menschen im Landkreis Lindau ausgegeben. Ein deutliches Zeichen dafür, wie groß die soziale Not in Deutschland ist – und wie wichtig gezielte, verantwortungsvolle Hilfe bleibt.




Foto: Neuer Vorstand, Ausgeschiedene Mitglieder, Delegierte der AWO-Ortsvereine

Bildquelle: Norbert Kolz

2024 - AWO-Kreisverband Lindau wählt neuen Vorstand

Im Rahmen der Kreiskonferenz 2024 hat der AWO-Kreisverband Lindau einen neuen Vorstand gewählt. Norbert Kolz, der alte und neue Vorsitzende, stellte in seinem Jahresbericht das Projekt „Starthilfe“ vor, das Schülern mit Lernbedarf an Grundschulen unterstützt. Durch ergänzende Lernförderungen wird individuelle Hilfe bereitgestellt, die an vielen Schulen aufgrund der aktuellen Lehrersituation nicht möglich ist. Projektleiterin Angelika Eller-Wiedemann, die seit 2017 in dieser Funktion tätig ist, kennt die Herausforderungen der Lehrkräfte aus ihrer Zeit als stellvertretende Schulleiterin.

Bei der Wahl wurden folgende Mitglieder für vier Jahre in den Vorstand gewählt: Norbert Kolz (Vorsitzender), Angelika Eller-Wiedemann (1. stellvertretende Vorsitzende), Gisela Wahler (2. stellvertretende Vorsitzende), Brigitte Stadler (Kassiererin) und Hazzard Raad (Schriftführerin). Als Beisitzerinnen sind Barbara Holtz, Heidemarie Horn, Barbara Krämer-Kubas, Claudia Schöllhorn und Sandra Wok-Fessler im Vorstandsteam. Helmut Böller und Stefan Fürhaupter wurden als Revisoren gewählt. Der Vorstand umfasst insgesamt 12 Personen, darunter neun Frauen und drei Männer.

Norbert Kolz informierte über den geplanten Übergang der Ortsvereine Lindenberg-Westallgäu und Lindau in den Kreisverband. Die Mitglieder sollen Anfang 2025 darüber abstimmen. Volker Schmidt wird künftig als „Beratendes Mitglied“ dem Vorstand angehören, ohne Stimmrecht, aber mit seiner Expertise.

Besonders erfreulich war der Besuch von Brigitte Protschka, Präsidentin des AWO-Bezirksverbands Schwaben, die über die Beendigung des ambulanten Dienstes im AWO-Heim „Betreutes Wohnen“ in Lindenberg informierte. Die finanziellen Herausforderungen in der Zukunft wurden betont. Protschka appellierte an die Anwesenden, neue Mitglieder zu werben, um die Arbeit der AWO zu stärken. Auch die Verbandskoordinatorin Süd Brigitte Gruber nahm an der Sitzung teil. Gruber unterstützt den Kreisverband bei der laufenden Umstrukturierung.



Foto: Rainer Schinko, Brigitte Sieber- Doehle, Claudia Schöllhorn (Projekt Starthilfe) Quelle: Angelika Eller-Wiedemann

Arbeiterwohlfahrt ermöglicht Lernförderung durch Starthilfe

Es ist eine Erfolgsgeschichte die von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Landkreis Lindau 2017 in Gang gesetzt wurde. Zunächst vom Kreisverband gemeinsam mit dem Ortsverein Lindenberg-Westallgäu gestartet entwickelte sich das Projekt "Starthilfe" schnell zur Anlaufstelle für Grundschulkinder, die Nachholbedarf beim Lernstoff hatten. Kurze Zeit später kam auch der Ortsverein Lindau dazu und beteiligt sich seitdem auch an der Finanzierung. Mit dem Projekt „Starthilfe“ leistet die AWO im Landkreis Lindau einen unmittelbaren Beitrag zur Förderung von Grundschulkindern. Die individuelle Förderung findet an Schulen im gesamten Landkreis Lindau statt. 

Gezielte Förderung bereits beim Beginn der Schullaufbahn wichtig 

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) als großer Wohlfahrtsverband in Deutschland hat insbesondere das Wohl der Kinder im Fokus. Eigene soziale Einrichtungen, wie auch verschiedene Projekte verdeutlichen den Einsatz. Die Arbeiterwohlfahrt ist davon überzeugt, dass bereits beim Beginn der Schullaufbahn eine individuelle und unterstützende Förderung ein wichtiger Beitrag für den Start in das Schul- und Lernleben sein kann. Mit dem Projekt Starthilfe soll diese Förderung direkt umgesetzt werden. Die ehrenamtlichen Vorstände in den Ortsvereinen waren schnell überzeugt, dass gerade im Bildungsbereich, die AWO satzungsgemäß den richtigen Einsatz zeigt. Bis heute wurde nach und nach eine Gesamtsumme von rund 50.000 Euro (Stand: 31.12.2023) in das Projekt investiert. 

Schule prüft zunächst Anspruch auf Förderung nach Bildung und Teilhabe (BuT) 

In Frage kommen Kinder, die beim Lesen, Schreiben und/oder Rechnen aus verschiedenen Gründen Unterstützung brauchen, die über die Möglichkeiten der Klassenleitung hinausgeht.

Auch im Verlauf eines Schuljahres zugezogene und neu in die Klasse eingetretene Kinder können in den Genuss der Starthilfe-Förderung kommen. Als Wohlfahrtsverband liegt der Focus bei den Familien, die finanziell nicht in der Lage sind, Nachhilfestunden selber zu bezahlen. Bei Familien, die Sozialleistungen beziehen, muss die Schule zuerst einen eventuellen Anspruch auf Förderung nach Bildung und Teilhabe (BuT) prüfen. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) übernimmt die Kosten für die Förderung (Nachhilfe) in einem festgelegten finanziellen Umfang und zeitlichen Rahmen. 

Angelika Eller-Wiedemann leitet das Projekt „Starthilfe 

Bestehende Lernförderungen werden mit der Unterstützung zusätzlich ergänzt. Damit wird die Möglichkeit einer individuellen Förderung erreicht, die an der teilnehmenden Schule derzeit aufgrund der aktuellen Lehrerstundenzuweisung oder anderer Rahmenbedingungen nicht möglich wäre. Angelika Eller-Wiedemann ist seit Beginn im Jahr 2017 Projektleiterin und organisiert und koordiniert die Förderung. Die Pädagogin war lange Zeit stellvertretende Schulleiterin an der Grundschule Lindenberg und kennt die Sorgen und Nöte der Lehrkräfte. Besonders die Leistungen in den Fächern Deutsch und Mathematik erweisen sich von Fall zu Fall bei deutschen Schülern und Migranten als ausbaufähig, wenn sie individuelle Lernförderung (oder Unterstützung) bekommen. 

Kreisvorsitzender Norbert Kolz und die Vorstände überzeugt vom Projekt 

Die Arbeiterwohlfahrt in Lindenberg und Lindau wünscht sich für diese Aufgabe nicht nur ausgebildete Lehrer, sondern generell Personen, die diese Nachhilfe leisten können, und Förderkräfte, die in dieser Arbeit auch ein soziales Engagement sehen und nicht bloß Geld verdienen wollen, so Kreisvorsitzender Norbert Kolz. Gezahlt wird ein Stundensatz von 15 € für 45 Minuten, den die Förderkräfte direkt mit der Geschäftsstelle in der Rathausstr. 10, in 88161 Lindenberg abrechnen. Abrechnungsvordrucke stehen zur Verfügung. Das Projekt Starthilfe“ finanziert sich ausschließlich aus Spendengeldern. Das Projekt darf deshalb kein Ersatz für staatliche Leistungen sein. Es geht um eine Ergänzung, die aufgrund zu geringer Lehrerstundenzuweisung oder anderer Rahmenbedingungen sinnvoll erscheint. Kreisvorsitzender Norbert Kolz und die Vorstände waren von Anfang an davon überzeugt, dass dieses Projekt ein voller Erfolg sein wird. Für Eller-Wiedemann und Kolz ist es wichtig zu betonen, dass in den Grundschulen im Landkreis Lindau qualitativ hochwertige Arbeit geleistet wird. Der Lernerfolg sei aber nicht nur von der Arbeit der Schule abhängig. Es sind auch äußere Faktoren, die den Lernerfolg beeinflussen.“ 

Wer Interesse an einer Mitarbeit bei diesem Projekt hat, kann sich unter den folgenden Kontaktdaten melden: E-Mail: angelika.eller-wiedemann@awo-lindau.de | Post: Arbeiterwohlfahrt, Rathausstraße 10, 88161 Lindenberg


Wir helfen Schülern "Hand-In-Hand"


Kontaktdaten:

Der Elternbeirat der Realschule ist per E-Mail zu erreichen unter: realschule.Iindenberg@gmx.de

Der Kinderschutzbund unter Telefon (0 83 81) 4436

oder per E-Mail: kinderschutzbund-lindenberg@t¬onIíne.de

Realschule Lindenberg, AWO, Förderverein und Elternbeirat tun sich zusammen, um Schülern aus sozialschwächeren Familien die Teilnahme an Fahrten zu ermöglıchen

Der Name des Projektes "Hand in Hand" ist Programm: Kinderschutzbund, Arbeiterwohfahrt, Förderverein und Elternbeirat der Lindenberger Realschule arbeiten zusammen, um Kinder zu unterstützen, deren Eltern sich Klassenfahrten oder Ausflüge nicht leisten können. „Es gibt viele Eltern, die haben finanziell zu kämpfen. Wir wollen nicht, dass die Kinder darunter leiden“, sagt Sabrina Lüddecke, stellvertretende Vorsitzende des Elternbeirates. Die Beteiligten können sich vorstellen, dass andere Schulen das Modell übernehmen. Dinge wie Klassenfahrten, Ausflüge oder Besinnungstage gehören zum Leben an jeder Schule dazu. Nicht wenige Eltern haben aber Probleme, die oft dreistelligen Kosten zu bestreiten, auch an der Realschule. „Wir haben immer wieder Fälle, in denen Kinder abgemeldet werden“, sagt Rektor Walter Zwinger. Der Schule gegenüber werden oft andere Gründe genannt. Finanzielle Probleme wollen viele Erwachsene nicht eingestehen. „Die Scham ist oft groß“, sagt Visnja Witsch, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes, aus der Erfahrung vieler Projekte.

Deshalb haben sich die Beteiligten zu einem sehr niederschwelligen Angebot entschlossen. Anträge für einen Zuschuss gibt es auf der Homepage der Schule (unter Downloads). Das Formular besteht aus einer Seite mit wenigen Angaben. Ein Telefongespräch mit dem Elternbeirat - mehr ist nicht nötig. Konten oder Ähnliches müssen die Antragsteller nicht offen legen. Wie hoch der Zuschuss ist, wird für jeden Fall neu festgelegt. Das Geld wird direkt auf das Konto der Realschule überwiesen. Ansonsten bleibt die Schule außen vor. „Die Angaben der Eltern werden vertraulich behandelt. Wir geben keine Daten weiter“, sagt Sabrina Lüddecke.

Den finanziellen Aufwand für Hand in Hand teilen sich Elternbeirat und Arbeiterwohlfahrt. Beide haben schon bisher finanzschwächeren Eltern unter die Arme gegriffen. Jetzt bündeln die beiden aber ihre Hilfen. Mit im Boot ist auch der Kinderschutzbund in Lindenberg. Er berät auf Wunsch die Eltern. Und: Er kann weiterführende Hilfen anbieten, etwa den Kindereuro. Damit bezuschusst der Kinderschutzbund Ausflüge oder Schulmaterialien. Rektor Walter Zwinger spricht mit Blick auf das Projekt „Hand in Hand“ von einem „vertrauensvollen niederschwelligen Angebot“. Für ihn ist es „richtungsweisend, dass sich vier Initiativen. zusammenfinden“. Elternvertreter, Kinderschutzbund und Arbeiterwohlfahrt können sich gut vorstellen, dass andere Schulen im Westallgäu das Projekt übernehmen. „Eltern, die finanzielle Probleme haben, gibt es an allen Schulen“, sagt Visnja Witsch.
Keinen Zuschuss über „Hand in Hand“ bekommen Eltern, die staatliche Leistungen wie Wohngeld, Kinderzuschlag, Hilfe zum Lebensunterhalt, Asylbewerberleistungen und Hilfe zum Lebensunterhalt bekommen. Der Grund: In diesen Fällen übernimmt das Landratsamt die vollen Kosten für Klassenfahrten und den Aufenthalt im Schullandheim. Familien mit finanziellen Problemen gibt es aber auch außerhalb dieses Bereiches. „Es gibt viele Eltern, liegen um zehn oder 20 Euro über den Einkommensgrenzen. Sie haben oft erhebliche Probleme, die Küsten für Klassenfahrten zu übernehmen“, sagt Norbert Kolz, Kreisvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt. (Text: Peter Mittermeier)




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Kreisverband Lindau e.V.

Rathausstraße 10

88161 Lindenberg


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